Abel steh auf: Gedichte, Prosa, Theorie by Hilde; Mahr, Gerhard Domin

By Hilde; Mahr, Gerhard Domin

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Gut beraten durch die Promotion: Best Practice für Promovierende

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Die Öffentlichkeiten der Erziehung: Eine historisch vergleichende Untersuchung

​Die Öffentlichkeit der Erziehung wird zumeist im Spannungsfeld zwischen Staatlichkeit und Privatheit betrachtet. Tomoko Kojima greift in ihrer interdisziplinär, auch foreign vergleichend angelegten Studie die kontroversen Auffassungen und Ordnungsschemata öffentlich institutionalisierter Erziehung entlang ihres Strukturwandels auf.

Problemlösekompetenz von Schülerinnen und Schülern: Diagnostische Ansätze, theoretische Grundlagen und empirische Befunde der deutschen PISA-2000-Studie

In der Reihe der thematischen Berichte zur PISA-2000-Studie geht dieser Band der Frage nach, wie die Problemlösekompetenz von Jugendlichen im Rahmen von large-scale checks definiert und erfasst werden kann. Es werden analytische von dynamischen Aspekten der Problemlösekompetenz unterschieden. Für die Erfassung analytischer Aspekte werden Papier-und-Bleistiftverfahren entwickelt und evaluiert, dynamische Aspekte werden mittels computergestützter Verfahren erhoben.

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Sie fragte noch etwas in der Tür, aber er konnte kein Wort mehr sprechen, schien auch meh­ rere Tage einer hilflosen Trauer ausgeliefert, bis er sie dann plötzlich so beleidigt hatte, daß sie weinend durch die Stadt gelaufen war. Worauf sie abfuhr. Was aber keines­ wegs das schlimmste war. Das schlimmste war die kaum wirkliche Liebkosung, die sich sofort, fast noch in der glei­ chen Minute, hatte vergessen lassen. Sie kam zurück in der Nacht darauf und erwies sich als so erinnerlich, daß es ihr ganzes Körpergefühl veränderte.

Sie küßten sich ja auch nicht. Gleich war sie krank geworden. Eine leichte Grippe. Sie wurde so schwach, daß sie kaum stehen konnte. »Wenn ich sterbe, kommt er«, dachte sie. »Wir können uns dann noch einmal sehen. Es wäre kein Unrecht. Er wird an meinem Bett sitzen und meine Hand nehmen. Wir werden schwei­ gen. « Es gab Stunden, in denen sie große Lust hatte zu sterben, nur damit er käme. Ihr Mann war reizend zu ihr. Jeden Morgen brachte er ihr das Frühstück ans Bett. Mit keinem Wort beklagte er sich, daß sie sich in die Krankheit geflüchtet hatte.

Noch dazu eine Frau von Temperament, die kaum zu übersehen war. Eben hatte sie noch gelächelt, als sie sie im Scherz einander vorgestellt hatte. Sicher lächelte sie immer noch, wie sie ihnen Zucker und Sahne hinhielt. Nur daß sie nicht mehr da war. Er bat sie um Verzeihung, und sie verzieh ihm - es war ja immer vieles zu verzeihen - , ohne daß es dazu nötig gewesen wäre zu sprechen oder auch nur, sich anzusehen. Als sie schon am Tisch saßen und gerade im Begriff waren, die Kaffee­ tassen gegeneinander auszutauschen, hörte sie, wie die Dame des Hauses sie anredete.

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